Deutsch-dänisches Bündnis für die Westküste
Pressemitteilung Gründung Nachbericht
Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Deutschland und Dänemark hat die IHK Flensburg heute (18. Juni) den Verein „Infrastruktur Westküste“ in Breklum gegründet. Ziel des Bünd-nisses ist es, mit vereinten Kräften für eine verbesserte Infrastruktur an der Westküste zu werben. Die Bundesstraße B5/ E 11 sei eine zentrale Verkehrsader im Norden Schleswig-Holsteins und Dänemarks. „Leider ist der Ausbauzustand für eine derart wichtige Straßen-verbindung alles andere als befriedigend“, bedauerte Uwe Möser, Präsident der IHK Flens-burg. „Zwar konnte in der Vergangenheit glücklicherweise die Streichung bereits bewilligter Gelder für den Ausbau verhindert werden“, so Möser weiter. Die Ereignisse hätten aber ge-zeigt, dass es sinnvoll und notwendig sei, kontinuierlich für eine adäquate Nord-Süd-Verbindung zu werben, damit das Projekt konkrete Formen annehmen kann.
Zum Ziel hat sich Möser dabei gesetzt, den Verein auch über regionale Grenzen hinaus bekannt zu ma-chen, da „Infrastrukturfragen häufig nicht auf regionaler Ebene entschieden werden.“ Die verschiedenen Intensionen gelte es jetzt gemeinsam mit deutschen und dänischen Partnern umzusetzen.
Auch auf dänischer Seite gab es viel Zuspruch für die landesübergreifende Initiative. Hen-ning Schmidt von der Kommune Tønder, die ebenfalls Gründungsmitglied des Vereins ist, sagte: „In den letzten Jahren hat der Frachtverkehr in der Grenzregionen immer stärker zu-genommen.“ Generell erfülle Schleswig-Holstein als Tor nach Mitteleuropa eine Schlüssel-funktion für Dänemark. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass auch eine entsprechende Infra-struktur vorhanden ist.“ Entscheidend sei es deshalb, auch die Öffentlichkeit für das Vor-haben zu gewinnen, warb Schmidt.
Die Vereinsgründer wollen eigens dafür eine Internetseite unter der Web-Adresse www.infrastruktur-vestkysten.net einrichten. Hier wird es künftig Informationen zu den aktuel-len Infrastrukturprojekten geben. Die Seiten werden sowohl auf deutsch als auch auf dänisch abrufbar sein. Zusätzlich wollen die Initiatoren unter anderem Autoaufkleber an Anwohner, und Feriengäste verteilen, um auf ihr Anliegen aufmerksam machen. „Der Erfolg des Vereins hängt ganz wesentlich davon ab, ob die Initiative eine breite gesellschaftliche Unterstützung findet“, sagte Möser mit Nachdruck. Die Initiative der IHK und ihrer Partner wird umrahmt von der Kampagne „Mobilität ist Zukunft“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Mit ihr soll die entscheidende Bedeutung der Verkehrswege für die wirtschaftliche Entwicklung verdeutlicht werden.
Neben der Straßeninfrastruktur stehen die grenzüberschreitende Entwicklung des Schienen-netzes, der Schifffahrtswege und der Luftverkehrsanbindungen auf der Agenda des deutsch-dänischen Vereins.
Gründungsmitglieder sind die Kommune Tønder, die Kreise Nordfriesland und Dith-marschen, die Städte Brunsbüttel, Heide, Husum, Niebüll und Leck. Außerdem beteiligen sich zahlreiche Vereine, Verbände und Parteien.